Wir haben beide deutschen Plattformen geprüft – Betreiber, Kosten, Altersstruktur, Datenschutz, Moderation und Kündigung. Alle Preise als Gesamtsumme, nicht als Monatsrate.
Kurz: Finya ist eine vollständig kostenlose, werbefinanzierte Singlebörse für die Partnersuche – ohne Abo, ohne Zahlungsdaten, dafür mit spürbar viel Werbung. JOYclub ist keine Partnervermittlung, sondern eine sexpositive Erwachsenen-Community mit Events und Foren; die Basis ist gratis, der volle Funktionsumfang kostet je nach Laufzeit rund 114 € bis 199 € im Jahr. Beide setzen ein Mindestalter von 18 Jahren voraus.
Stand: 19. August 2026 · unabhängig geprüft · So testen wir
Die Verlinkungen zu Finya und JOYclub sind unbezahlte Quellenangaben, keine Werbe- oder Provisionslinks. Wir verdienen an keinem Vertragsabschluss. Die Reihenfolge richtet sich ausschließlich nach den unter So testen wir offengelegten Kriterien. Wie sich das Projekt trägt, steht unter Transparenz & Finanzierung.
| Platz | Plattform | Note | Am besten für | Altersschwerpunkt | Kostenlos nutzbar |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Finya | 8,4 | Partnersuche ohne jede Zahlungspflicht | 18 bis 60 · Durchschnitt je nach Quelle 35 bis 43 | Ja – vollständig, inklusive Nachrichten |
| 2 | JOYclub | 8,1 | Erotik-Community, Events und Foren ab 18 | 18 bis 55 · Durchschnitt 32,5 bis 34,4 | Teilweise – Basis gratis, Premium kostenpflichtig |
Große Vergleichstabelle mit Betreiber, Preisen und Vertragsdetails ›
Der häufigste Ärger im Online-Dating entsteht nicht bei der Suche, sondern beim Vertrag. Deshalb steht diese Tabelle weit oben. Prüfen Sie vor jedem Abschluss drei Dinge: die Gesamtsumme (nicht den Monatspreis), die Kündigungsfrist und den Verlängerungszeitraum.
| Plattform | Laufzeiten | Kündigungsfrist | Verlängerung | Erste Preisstufe |
|---|---|---|---|---|
| Finya | kein Vertrag – unbefristete Gratis-Mitgliedschaft | keine – jederzeit im Konto löschbar | entfällt | 0,00 € |
| JOYclub | Basis kostenlos · Premium 1, 3, 6 oder 12 Monate | jederzeit zum Ende der laufenden Periode | automatisch bei Kreditkarte, Lastschrift und App-Abo · läuft aus bei Überweisung und Vorkasse | 16,00 € bis 32,50 € für einen Monat |
Seit dem 01.03.2022 darf sich ein Vertrag nach § 309 Nr. 9 BGB nur noch auf unbestimmte Zeit verlängern, und die Kündigungsfrist darf höchstens einen Monat betragen. Seit dem 01.07.2022 muss jeder Anbieter nach § 312k BGB einen gut sichtbaren Kündigungsbutton bereitstellen. Und bei einem Widerruf innerhalb von 14 Tagen darf Wertersatz nur zeitanteilig berechnet werden – so der Bundesgerichtshof am 06.05.2021 (Az. III ZR 169/20).
Anleitung: Dating-Abo richtig kündigen – mit Musterschreiben ›
Bei JOYclub sind das zwei getrennte Vorgänge: Wer nur das Profil löscht, beendet damit nicht die Zahlungspflicht aus einer laufenden Premium-Mitgliedschaft. Kündigen Sie zuerst über den Kündigungsbutton, warten Sie die Bestätigungs-E-Mail ab, und löschen Sie erst danach das Profil.
Wer beide Seiten nebeneinander legt, sieht auf den ersten Blick zwei Dating-Angebote mit kostenlosem Einstieg. Der Unterschied liegt woanders – im Ziel, das die Plattform überhaupt verfolgt.
Finya ist eine Singlebörse im klassischen Sinn. Man legt ein Profil an, sucht nach Kriterien, schreibt Nachrichten, und das Ziel ist eine Beziehung. Alle Funktionen, die diesem Ziel dienen, sind kostenlos – auch das Schreiben, was in diesem Markt die Ausnahme ist. Bei den meisten Wettbewerbern ist genau die Nachricht die Bezahlschranke.
JOYclub beschreibt sich selbst als sexpositive Community. Die Plattform kombiniert Profile mit einem Eventkalender, Foren, einem Verzeichnis von Clubs und Locations, einem Magazin und Bildungsangeboten zu Sexualität. Der Betreiber betont in seiner Pressekommunikation den Community-Charakter, nicht die Vermittlung fester Paarbeziehungen. Wer mit der Erwartung „Partnersuche“ hineingeht, wird enttäuscht sein – nicht weil die Plattform schlecht wäre, sondern weil sie etwas anderes ist.
43 Prozent der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer haben mindestens ein Online-Dating-Angebot schon einmal genutzt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bitkom-Befragung unter 1.449 Internetnutzenden ab 16 Jahren, erhoben in den Kalenderwochen 3 und 4 des Jahres 2026 und veröffentlicht am 10. Februar 2026. Gefragt wurde nach sechs Angebotstypen – Dating-Apps, Partnervermittlungen, sozialen Netzwerken, Casual-Dating-Portalen, Portalen für diskrete Beziehungen und Singlereisebörsen.
Wichtig für die Einordnung: Dating-Apps im engeren Sinn nutzen 27 Prozent. Die 43 Prozent sind die Sammelquote über alle sechs Kategorien. Wer die Zahl als „43 Prozent nutzen Dating-Apps“ wiedergibt, zitiert falsch – ein Fehler, der in Vergleichsportalen häufig vorkommt.
| Altersgruppe | Schon einmal Online-Dating genutzt |
|---|---|
| 16 bis 29 Jahre | 60 % (davon 49 % Dating-Apps) |
| 30 bis 49 Jahre | 53 % |
| 50 bis 59 Jahre | 33 % |
| 60 bis 69 Jahre | 35 % |
| 70 Jahre und älter | 21 % |
Auffällig ist die Delle in der Mitte: Die 60- bis 69-Jährigen liegen mit 35 Prozent über den 50- bis 59-Jährigen mit 33 Prozent. Für beide hier geprüften Plattformen ist das relevant, weil ihre tatsächliche Altersstruktur deutlich jünger ist als dieser Marktdurchschnitt – bei JOYclub liegt das Durchschnittsalter zwischen 32,5 und 34,4 Jahren, bei Finya je nach Quelle zwischen 35 und 43 Jahren.
Hinweis zur Zeitreihe: Die Bitkom-Erhebung des Vorjahres (24.03.2025, n = 1.006) kam auf 53 Prozent. Weil Fragestellung und Itemliste abweichen, ist der Unterschied kein belegter Rückgang. Wir stellen die beiden Werte deshalb nicht als Trend dar.
17,3 Millionen. Das entspricht 20,9 Prozent der Bevölkerung – gut jeder fünften Person. Einpersonenhaushalte sind mit einem Anteil von 42,1 Prozent inzwischen der häufigste Haushaltstyp in Deutschland. Die Zahlen stammen aus dem Mikrozensus 2025, veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt am 24. Juni 2026.
Die 17,3 Millionen sagen etwas über Haushalte aus, nicht über Beziehungen. Wer allein wohnt, kann in einer Partnerschaft leben; wer in einer Wohngemeinschaft oder bei den Eltern wohnt, kann Single sein. Die Zahl ist deshalb eine Obergrenze für das Marktpotenzial, keine Zahl der Suchenden.
2025 wurden in Deutschland 348.800 Ehen geschlossen – der niedrigste Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. Gleichzeitig gab es rund 130.100 Scheidungen, ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Ehedauer bei Scheidung lag bei 14 Jahren und 7 Monaten (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 220 vom 26.06.2026).
Die häufig zitierte Aussage „jede zweite Ehe wird geschieden“ stimmt nicht. Die zusammengefasste Scheidungsziffer lag 2025 bei 284,3 je 1.000 geschlossene Ehen – rechnerisch also etwa jede vierte Ehe. Gegenüber 2003 ist die Zahl der Scheidungen um 39,2 Prozent gesunken.
Beide Plattformen verlangen bei der Registrierung erstaunlich wenig. Das ist ein echter Unterschied zu Matching-Portalen, die vor dem ersten Blick ins Angebot einen 30-minütigen Persönlichkeitstest verlangen.
Nicht abgefragt: Klarname, Anschrift, Zahlungsdaten. Finya wirbt ausdrücklich damit, dass „weder Abrechnungsdaten noch echte Namen oder Anschriften hinterlegt werden“.
Nicht abgefragt: Klarname und Anschrift. Zahlungsdaten erst, wenn Sie eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen.
Das Geschäftsmodell ist bei diesen beiden Plattformen kein Nebenthema, sondern der eigentliche Unterschied im Alltag.
Finya verkauft Werbeplätze. Die Nutzungsbedingungen formulieren das offen: personalisierte Werbung ist die Gegenleistung für die kostenlose Nutzung. In der Praxis heißt das laut dem Testbericht von trusted.de (Stand 10/2025) Videowerbung von bis zu 60 Sekunden, die im Abstand von etwa fünf bis zehn Minuten erscheint und sich nicht überspringen lässt. Andere Redaktionen sehen es milder: netzwelt beschrieb die Werbung im Januar 2024 als „dezente Werbeformen“. Eine werbefreie Bezahloption gibt es nicht – und weil Werbung die einzige Einnahme ist, dürfte sie auch nicht kommen.
JOYclub verkauft Mitgliedschaften. Nach Angaben des Unternehmens im Tagesspiegel vom 13.12.2025 stammen über 90 Prozent der Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen, der Rest aus Mediathek-Inhalten und Streams. Werbung und Datenverkauf schließt der Betreiber dort ausdrücklich aus. Der Preis dafür steht auf der Rechnung statt im Bildschirm.
Bei Finya zahlen Sie mit Aufmerksamkeit und mit Daten für personalisierte Werbung, aber nie mit Geld. Bei JOYclub zahlen Sie mit Geld, sehen dafür keine Fremdwerbung. Was besser ist, hängt davon ab, was Ihnen weniger wert ist. Eine dritte Möglichkeit – kostenlos und werbefrei – gibt es in diesem Markt nicht, weil sie sich nicht finanzieren ließe.
Finya ist der seltene Fall einer Singlebörse, bei der auch das Schreiben nichts kostet. Genau daran scheitern viele Wettbewerber im Alltag: Man legt ein Profil an, bekommt Vorschläge – und stößt beim ersten Anschreiben auf die Bezahlschranke. Bei Finya gibt es diese Schranke nicht. Die Detailsuche arbeitet mit über 20 Kriterien, daneben stehen algorithmische Vorschläge und ein einfaches Match-Spiel („Herzen“), bei dem ein gegenseitiges Herz eine Verbindung herstellt.
Der Preis ist die Werbung, und die ist je nach Testbericht zwischen „dezent“ und „aufdringlich“ beschrieben. Der zweite Kritikpunkt ist die Aktenlage beim Datenschutz: Die Datenschutzerklärung trägt den Stand Mai 2021, nennt keinen Serverstandort, keine zuständige Aufsichtsbehörde und keinen namentlichen Datenschutzbeauftragten – und führt Werbedienste unter Namen, die es unter dieser Bezeichnung nicht mehr gibt. Die Nutzungsbedingungen sind dagegen mit dem 18.03.2025 aktuell.
Vollständiger Testbericht zu Finya ›
Hinweis: Erwachseneninhalte, nur ab 18 Jahren
JOYclub richtet sich ausdrücklich an Erwachsene und enthält sexuelle Inhalte. Die Domain ist über eine age-de.xml mit „age = 18“ gekennzeichnet. Für die Suche nach einer festen Partnerschaft ist die Plattform nicht gedacht und aus unserer Sicht nicht geeignet.
JOYclub ist deutlich mehr als eine Kontaktbörse. Zur Plattform gehören ein Eventkalender, über 3.500 moderierte Gruppen, ein umfangreiches Forum, ein Verzeichnis von Clubs und Locations, ein Magazin und kostenlose Bildungsangebote zu Sexualität. Der Live-Zähler der Startseite stand bei unserer Prüfung am 19.08.2026 bei 7.326.788 registrierten Mitgliedern und 1.155.179 Logins innerhalb von 24 Stunden. Der Betreiber selbst nennt über 6,8 Millionen registrierte Mitglieder und rund eine Million tägliche Logins.
Positiv fällt der Aufwand für Moderation und Verifizierung auf: rund 40 Moderatorinnen und Moderatoren laut Tagesspiegel, eine kostenlose Video-Verifizierung mit Ausweisdokument und ein Suchfilter, der nur verifizierte Profile anzeigt. Negativ fällt die Preisstruktur auf – sie ist nach Profiltyp und Verifizierungsstatus gestaffelt und ohne Login nicht vollständig einsehbar.
Die häufigste Schadensform im Online-Dating ist nicht der Datenverlust, sondern der Betrug mit vorgetäuschten Gefühlen. Eine bundesweite amtliche Fallzahl gibt es nicht, weil Romance Scamming in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht getrennt erfasst wird. Eine Erhebung des Magazins des WEISSEN RINGS bei allen 16 Landeskriminalämtern kam für 2024 auf einen Schaden von mindestens 50 Millionen Euro in Deutschland – ausdrücklich als Untergrenze (veröffentlicht am 24.03.2026).
Keine Überweisung, keine Gutscheincodes, keine Kryptowährung, keine Pakete weiterleiten – an niemanden, den Sie nicht persönlich getroffen haben. Diese Regel kennt keine Ausnahme, auch nicht bei einer noch so glaubwürdigen Notlage.
Ein kurzes Videogespräch klärt in zwei Minuten, was zehn Chatwochen nicht klären. Wer es immer wieder verschiebt, hat einen Grund dafür.
Ein einzelnes, sehr professionelles Foto ist ein Warnsignal. Eine Rückwärtssuche über eine Suchmaschine zeigt in Sekunden, ob dasselbe Bild auf Dutzenden anderen Profilen liegt.
Café, Restaurant, Park. Eigene Anreise und eigene Rückfahrt. Sagen Sie einer Person Ihres Vertrauens, wo Sie sind und mit wem.
Niemals die vollständige Adresse, den Arbeitgeber mit Abteilung, die Bankverbindung, Ausweisnummern oder Kopien von Ausweisdokumenten. Nutzen Sie eine eigene E-Mail-Adresse, nicht die berufliche.
Der schnelle Wechsel auf einen Messenger ist ein klassisches Muster: Dort greift die Meldefunktion des Anbieters nicht mehr, und die Moderation sieht nichts.
Ja. Finya schreibt in der eigenen Hilfe: „Finya ist für alle Nutzerinnen und Nutzer vollständig kostenlos. Wir bieten auch keine kostenpflichtigen Zusatzdienste an.“ Beide Apps sind in App Store und Google Play ohne In-App-Käufe gelistet. Finanziert wird der Dienst über Werbung – das ist der Preis: mehrere unabhängige Testberichte beschreiben Werbeeinblendungen bis hin zu Videospots, die sich nicht überspringen lassen. Eine werbefreie Bezahlvariante gibt es nicht.
Die Basis-Mitgliedschaft kostet nichts. Für den vollen Funktionsumfang gibt es Premium in mehreren Laufzeiten. Die uns vorliegenden Angaben aus unabhängigen Vergleichsportalen liegen zwischen 9,50 € und 16,50 € pro Monat bei langer Laufzeit und zwischen 16,00 € und 32,50 € bei Monatslaufzeit; für zwölf Monate ergibt das eine Gesamtsumme von rund 114 € bis 199 €. Die Preisspanne ist so breit, weil JOYclub unter anderem nach Verifizierungsstatus und Profiltyp unterscheidet. Verbindlich ist ausschließlich der Preis, der Ihnen im Bestellvorgang angezeigt wird.
JOYclub gewährt verifizierten Frauen, Paaren und diversen Mitgliedern erweiterte Funktionen kostenlos oder deutlich günstiger. Der Hintergrund ist das Verhältnis der Mitglieder: Nach Unternehmensangaben im Tagesspiegel vom 13.12.2025 sind rund 55 Prozent der Profile Männer, 20 Prozent Frauen und 25 Prozent Paare. Die Preisgestaltung soll dieses Ungleichgewicht ausgleichen. In Nutzerbewertungen ist genau das der am häufigsten kritisierte Punkt.
Nur in Teilen – und genau deshalb stehen sie hier nebeneinander. Finya ist eine klassische Singlebörse für die Partnersuche. JOYclub ist eine sexpositive Erwachsenen-Community mit Events, Foren und Magazin und versteht sich nicht als Partnervermittlung. Vergleichbar sind Registrierung, Kostenmodell, Datenschutz, Moderation und Kündigungsfreundlichkeit. Nicht vergleichbar ist das Ziel. Wer eine feste Beziehung sucht, vergleicht Finya besser mit anderen Singlebörsen, nicht mit JOYclub.
Bei beiden Plattformen ab 18 Jahren. Finya schreibt in den Nutzungsbedingungen (Stand 18.03.2025): „Voraussetzung für die Nutzung der Plattform ist ein Mindestalter des Nutzers von 18 Jahren.“ JOYclub kennzeichnet die gesamte Domain über eine age-de.xml mit „age = 18“ und lässt bei der Registrierung nur volljährige Geburtsjahrgänge zu. Beide Apps sind in Google Play mit 18+ eingestuft; die Finya-App im Apple App Store ist abweichend mit 16+ gelistet – eine Inkonsistenz, die uns aufgefallen ist.
Über den Kündigungsbutton im eingeloggten Konto: Nutzername → „Profil verwalten“ → „Mitgliedschaft“ → Kündigen. Seit dem 01.07.2022 muss jeder Anbieter nach § 312k BGB einen solchen Button gut sichtbar bereitstellen. Wichtig: Das Löschen des Profils beendet nicht automatisch eine laufende Zahlungspflicht – beides sind getrennte Vorgänge. Speichern Sie die Bestätigungsseite als PDF.
Nein. Weil kein entgeltlicher Vertrag besteht, gibt es nichts zu kündigen und § 312k BGB greift nicht. Sie beenden die Mitgliedschaft im Benutzerkonto unter „Mitgliedschaft beenden/pausieren“. Finya nennt dafür keine Frist. Vorsicht bei kostenpflichtigen Kündigungsdiensten – die Löschung ist gratis und dauert zwei Klicks.
Finya nennt selbst „mehr als 7 Millionen“ registrierte Singles; unabhängige Portale schätzen 5,5 Millionen registrierte und 0,5 bis 1,0 Millionen aktive Nutzende. JOYclub zeigt auf der Startseite einen Live-Zähler, der am 19.08.2026 bei 7.326.788 registrierten Mitgliedern und 1.155.179 Logins in 24 Stunden stand; der Betreiber selbst nennt über 6,8 Millionen. Keine dieser Zahlen ist extern auditiert – wir führen sie als Spannbreite und nicht als Tatsache.
Auf beiden Plattformen, wie überall im Online-Dating. Unterschiedlich ist der Aufwand dagegen: Finya prüft Fotos und Profiltexte vor der Freischaltung redaktionell und setzt nach eigenen Angaben Spamfilter und automatisierte Erkennung ein. JOYclub beschäftigt laut Tagesspiegel rund 40 Moderatorinnen und Moderatoren, bietet eine Video-Verifizierung mit Ausweisdokument und einen Suchfilter, der nur verifizierte Mitglieder anzeigt. Trotzdem berichten Testportale bei beiden weiterhin von Fake- und Karteileichen-Profilen.
Nach Aktenlage JOYclub. Für JOYclub ist eine Datenschutzprüfung durch den TÜV Saarland dokumentiert (Zertifikat von Dezember 2021, laut netzwelt mit Laufzeit bis Dezember 2024); ein gültiges Zertifikat für 2025/2026 konnten wir in der TÜV-Datenbank allerdings nicht verifizieren. Finya verweist auf 256-Bit-SSL und „Server in Europa“, allerdings nur im FAQ – die Datenschutzerklärung selbst hat den Stand Mai 2021, nennt weder Serverstandort noch Aufsichtsbehörde noch einen Datenschutzbeauftragten und führt Werbedienste unter Namen, die es so nicht mehr gibt.
Finya löscht das Profil nach eigener Angabe „kurzfristig“ aus den Systemen und sperrt das Pseudonym eine Zeit lang für Neuregistrierungen; eine Frist in Tagen nennt Finya nicht. Bei JOYclub ist die Löschung endgültig – Fotos, Nachrichten und Kontakte sind danach unwiderruflich weg. Konkrete Löschfristen nennt auch JOYclub nicht. In beiden Fällen können Sie zusätzlich eine Auskunft und Löschung nach Art. 15 und Art. 17 DSGVO verlangen.
43 Prozent der Internetnutzenden ab 16 Jahren haben mindestens eines der gängigen Online-Dating-Angebote schon einmal genutzt; Dating-Apps im engeren Sinn sind es 27 Prozent. Das ergab eine repräsentative Bitkom-Befragung von 1.449 Internetnutzenden, erhoben in den Kalenderwochen 3 und 4 des Jahres 2026 und veröffentlicht am 10.02.2026. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt der Wert bei 60 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen bei 35 Prozent.
Wir melden uns bei jeder Plattform selbst an, lesen die vollständigen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung und dokumentieren die Preisliste vor und nach der Registrierung. Bewertet wird nach sechs Kriterien mit fester Gewichtung:
| Kriterium | Gewichtung | Was wir prüfen |
|---|---|---|
| Preistransparenz und Vertragsbedingungen | 25 % | Ist der Preis vor der Registrierung sichtbar? Wird die Gesamtsumme genannt oder nur der Monatspreis? Existieren mehrere Preisraster für dieselbe Laufzeit? Wir halten fest, wenn eine Preisliste nur eingeloggt einsehbar ist – das ist bei einem Vergleich ein Nachteil und wird als solcher gewertet. |
| Mitgliederbasis und Aktivität | 20 % | Wie viele Profile sind tatsächlich aktiv, und wie belastbar ist die Zahlenangabe? Eigenangaben zu registrierten Nutzern gewichten wir nicht. Wo Quellen auseinandergehen, nennen wir die Spannbreite. |
| Datenschutz und Transparenz des Betreibers | 20 % | Ist die Datenschutzerklärung aktuell? Werden Serverstandort, Aufsichtsbehörde und Datenschutzbeauftragter benannt? Ist das Impressum vollständig nach § 5 DDG? Lässt sich ein behauptetes Zertifikat in der Datenbank der Zertifizierungsstelle wiederfinden? |
| Sicherheit, Moderation und Profilprüfung | 15 % | Werden Fotos und Profile geprüft? Gibt es eine Verifizierung und eine Meldefunktion? Wie groß ist das Moderationsteam? Wie transparent geht der Anbieter mit automatisierten Nachrichten um? |
| Kündigung und Verbraucherfreundlichkeit | 10 % | Existiert ein Kündigungsbutton nach § 312k BGB, wo ein entgeltlicher Vertrag besteht? Wie lang ist die Frist? Verlängert sich der Vertrag automatisch? Wie leicht lässt sich das Konto löschen? |
| Bedienbarkeit und Barrierefreiheit | 10 % | Schriftgrößen, Kontraste, Bedienbarkeit ohne Maus, Verständlichkeit der Formulare, Menge und Aufdringlichkeit von Werbung, Nutzbarkeit der Desktop-Version ohne App. |
Preisangaben und Vertragsbedingungen wurden am 19.08.2026 erhoben. Die offizielle Preisliste von JOYclub ist nur im eingeloggten Zustand vollständig einsehbar; die hier genannten Beträge stammen aus unabhängigen Vergleichsportalen und werden als Spannbreite ausgewiesen. Preise und Bedingungen können sich jederzeit ändern; maßgeblich ist die Angabe des Anbieters im Bestellvorgang.